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Wahlen, Reportage

27.2.2026, Ruth Hafner Dackerman

Auf dem Präsentierteller, doch ohne Hickhack

Das Gewerbe Bülach lud zum Podium zu den Stadtratswahlen ein

Acht von neun Kandidierenden waren anwesend. Sitze gibt es nur sieben.

Acht von neun Kandidierenden waren anwesend. Sitze gibt es nur sieben.

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Auch wenn die Meinungen wohl mehrheitlich gemacht sind, zog es am Donnerstagabend doch etliche Zuschauer in das Hotel zum goldenen Kopf. Es ging um das Thema «Bülach und das Gewerbe – zwischen Anspruch und Realität».

Moderatorin Lucia Eppmann führt souverän durch den Abend.

Moderatorin Lucia Eppmann führt souverän durch den Abend.

Nach einem langen und teilweise zermürbenden Wahlkampf liegen die Nerven der Kandidierenden für den Stadtrat langsam blank. Dies spürt man am heutigen Abend gut, gibt es doch immer wieder kleine Sticheleien und Seitenhiebe. Moderatorin Lucia Eppmann, Chefredaktorin Tagblatt der Stadt Zürich, führt allerdings souverän durch den Anlass, möchte «kein Hickhack» und sorgt dafür, dass die Diskussion fair verläuft.

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Luis Calvo Salgado (Grüne) möchte neu in den Stadtrat gewählt werden.

Luis Calvo Salgado (Grüne) möchte neu in den Stadtrat gewählt werden.

Acht von neun Kandidierenden sind anwesend, einzig Rosa Pfister-Kempf, Ressort Bildung, ist verhindert. Genau eine Minute haben die zwei Damen und sechs Herren Zeit, um sich kurz und prägnant vorzustellen. Für korrekte Zeiteinhaltung garantiert ein simpler Wecker. «Was zeichnet Sie aus, uns was machen Sie besser als Ihre Mitbewerbenden?» Für Luis Calvo Salgado von den Grünen, welcher neu in den Stadtrat gewählt werden möchte, ist es seine Liebe zur Natur, während der parteilose Mischa Klaus, ebenfalls neu, seinen Pragmatismus in den Vordergrund stellt. «Ich bin valabel von links bis rechts.»

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Mischa Klaus (parteilos) ist der zweite neue Kandidat für den Stadtrat.

Mischa Klaus (parteilos) ist der zweite neue Kandidat für den Stadtrat.

Andrea Spycher (SVP) bezeichnet sich selbst als empathisch und dossiersicher. Daniel Ammann (FDP) möchte strategisch unterwegs sein und sich für Bülach einsetzen, während Mark Eberli (EVP) sich als erfahren, vernetzt und umsetzungsstark bezeichnet. Die parteilose Frauke Böni ist nahbar und vernetzt Menschen miteinander. Andreas Müller (GLP) hat seinen Rucksack in den letzten vier Jahren prall gefüllt und möchte etliche Projekte wie die Schulhausbauten zum Abschluss bringen. Markus Surber (FDP) möchte mit den Steuergeldern vernünftig umgehen. «Es braucht jemanden, welche sich mit Finanzen auskennt.»

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Andreas Müller (GLP)

Andreas Müller (GLP)

Auch Fragen bezüglich PUK müssen die Podiumsteilnehmenden beantworten. «Wie fühlen Sie sich? Was läuft falsch?» Spycher schneidet erneut das Vertrauen an, welches gelitten habe. «In der Kommunikation ist vieles nicht gut gelaufen.» Ammann fühlt sich gut. Er arbeite eng und offen mit der PUK zusammen. «Es ist sehr wichtig, die Fragen gut anzuschauen. Alle profitieren.» Eberli möchte das Kommunikationskonzept überarbeiten. «Mir ist wichtig, dass wir faktenbasiert kommunizieren.» Böni bedauert, dass es so weit kommen musste. «Das reisst Gräben auf.» Auch für Müller sei die Situation belastend und zeitfressend. «Ich würde eigentlich gern vorwärtsarbeiten.» Surber sieht es ähnlich. «Wir sollten nach vorne schauen. Ich erhoffe mir für die Zukunft eine bessere Gesprächskultur.»

Fakten und Emotionen

Markus Suber (FDP)

Markus Suber (FDP)

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Andrea Spycher (SVP) möchte das Präsidium.

Andrea Spycher (SVP) möchte das Präsidium.

Eine wichtige Fragestellung ist, wie die Mitglieder des Gewerbevereins von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bülach mit 300'000 Franken pro Jahr profitieren könnten. Eberli spricht das Zentrumsmanagement an, von welchem auch Mitglieder des Gewerbe Bülachs einen Nutzen haben werden, zudem auch die Wirtschaftsförderung für Firmen und Ansiedlungen. Spycher kontert, dass das Klein- und Mittelgewerbe davon wenig profitiere. Man müsse viel stärker mit den Gewerblern zusammenarbeiten. «Als Stadtpräsidentin würde ich das an die Hand nehmen.» Klaus warnt, dass die Entleerung der Innenstadt vor Bülach nicht Halt machen werde. «Wir müssen Grundlagen für mögliche Innovationen erarbeiten.»

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Stadtpräsident Mark Eberli (EVP)

Stadtpräsident Mark Eberli (EVP)

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Frauke Böni (parteilos)

Frauke Böni (parteilos)

Hier wird ein klares Statement erwartet – ein Satz, ein Ja oder Nein. Einmal nein, zweimal ja und fünfmal keine klare Haltung. Die nächsten Fragen werden gezielt an die einzelnen Kandidaten gestellt. Ob Bülach weiblicher werde, falls Spycher als Stadtpräsidentin gewählt würde? «Ich bin nicht für Quotenfrauen», betont diese, «aber ich erfahre viel Zuspruch von Frauen.» Ob Eberli lernfähig sei? «Ich würde proaktiver kommunizieren.»

Für den Erhalt und die Schaffung von Parkplätzen?

Daniel Ammann (FDP)

Daniel Ammann (FDP)

Nach der Finanzierbarkeit all ihrer zehn Fokusthemen gefragt, antwortet Böni: «An einer Ecke sparen, um an einer anderen grosszügig zu sein.» Wenn man zwischen Steuererhöhung oder Projektverschiebung wählen müsste, wie würde man sich entscheiden? «Viele Projekte in der Pipeline könnte man ganz absagen. Wir können die Verschuldung nicht ins Uferlose steigen lassen», lautet Surbers klare Antwort. Nicht alle Kandidierenden wollen sich bei dieser Frage festlegen. «Steuern sind keine Strafzölle. Ich zahle gern Steuern, schliesslich bekomme ich etwas dafür», betont Böni.

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Auch beim Projekt Tempo 30 spürt man Unstimmigkeiten. Während einige der bisherigen Stadträtinnen und Stadträte generell für raschere Umsetzungen von Projekten plädieren, akzeptieren andere langwierige Prozesse. Mit einem kurzen Slogan nach mehr als zwei Stunden Diskussion dürfen sich die Kandidierenden nochmals anpreisen. Gesagt worden ist viel. Wie umgesetzt wird, wird sich weisen. Das Publikum hat durchaus noch einige gezielte Fragen. Mit den Antworten ist man nicht immer ganz zufrieden.

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Fotos: Ruth Hafner Dackerman

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