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Vor kurzem wurde der erste Bring- und Holmärt im HertiLabor durchgeführt. Zahlreiche Gegenstände wechselten unkompliziert und kostenlos ihre Besitzer. Hinter der Idee steht der Verein
Kleider und Schuhe, liebevoll präsentiert
An der Eröffnung des Bring- und Holmärts sind mehrere Aktivmitglieder des Vereins Transition-Bülach im Einsatz – ehrenamtlich. Vorgängig haben die engagierten Frauen den Raum, welcher zum HertiLabor gehört und im Besitz der Stadt ist, hübsch eingeräumt. Ballone hängen an der Wand, ein Pingpongtisch für die Kinder ist aufgestellt, und frisch gebackener Kuchen steht für die Besucher bereit. Hier lässt es sich auf der Suche nach verborgenen Schätzen gemütlich umschauen. Denn was für einige Personen überflüssig geworden ist, erfreut vielleicht andere.
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Renate Schoch hat die Leitung des HertiLabors inne und geniesst einen Kaffee an der Frühlingssonne.
Das Prinzip ist einfach. Man kann Alltagsgegenstände vorbeibringen, welche nicht mehr benötigt werden, ähnlich wie bei der Brocki. Einzig Möbel, elektronische Geräte und schmutzige oder defekte Gegenstände werden nicht entgegengenommen. Über die Annahme entscheidet das Herti-Team. Mitnehmen darf man, was gefällt und so viel man möchte, und zwar kostenlos. Wer möchte, spendet per Twint einen Betrag, welcher für allfällige Entsorgungskosten verwendet oder dem Verein Transition-Bülach zugutekommt. Dies hilft bei der Realisierung von weiteren gemeinnützigen Projekten.
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Diese Bluse von Priska Kötting gefällt mit Bestimmtheit jemand anderem.
Alice Hakim und ihre Kolleginnen haben bereits unzählige Stunden mit Einrichten verbracht. «Ich bin begeistert vom Thema Upcycling.» Der Bring- und Holmärt sei das Nachfolgeprojekt des ehemaligen Schenklabors. «Dieses wurde leider öfters als Gratis-Entsorgung missbraucht.» Nun wolle man es mit diesem neuen Modell versuchen. Geplant sind dieses Jahr weitere acht Samstagvormittage. «Wenn der Bedarf da ist und wir genügend Freiwillige zur Verfügung haben, könnten wir zusätzliche Daten anbieten.»
Ohne Freiwilligenarbeit geht es nicht
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Silvia Maurer bringt zwei Säcke mit CD’s, Kassetten und zwei Kniebandagen vorbei. «Ich besitze viele Sachen, welche vielleicht jemand anders brauchen könnte», sagt die Bülacherin. «Ich bringe mehr, als ich hole.» Sie schätze die Idee, möglichst nichts wegzuwerfen. «Alles verläuft unkompliziert. Zudem ist das HertiLabor zentral gelegen und auch mit dem Bus gut erreichbar.» Nun will sie sich noch etwas umsehen und anschliessend im geöffneten Herti-Café einen Kaffee geniessen und sich mit Bekannten treffen. Auch die Leiterin des HertiLabors Renate Schoch, welche im Vorstand von Transition-Bülach ist, findet kurz Zeit, um an der Sonne einen Kaffee zu trinken. «Unser Café ist an diesen Samstagvormittagen jeweils geöffnet.»
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Alice Hakim und Abby Ash sortieren gebrauchte Gegenstände. Beide arbeiten ehrenamtlich.
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Auch Tanja Fabian und Heike Glupe gehören zum engagierten Helferteam.
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Priska Kötting bringt eine Bluse, einen Pullover und eine Guezlimatte vorbei, bevor auch sie sich umschaut, ob sie im Gegenzug etwas mit nach Hause nehmen möchte. «Mir gefällt der Mix der Gegenstände sowie der Nachhaltigkeitsgedanke.» Eine andere Kundin hält verzückt einen Dekoartikel in der Hand. «Der gefällt mir», sagt sie freudestrahlend. Abgegeben habe sie zuvor Blumenvasen und Tischsets. Am allerglücklichsten scheint aber die dreijährige Yosaira am heutigen Tag zu sein. Sie hat sich verliebt – in eine Plüscheule. Ganz fest drückt sie das Kuscheltier an sich. Anscheinend braucht es manchmal ganz wenig, um jemanden glücklich zu machen.
Frisch verliebt in eine Plüscheule
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Alle Fotos: Ruth Hafner Dackerman
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Silvia Maurer bringt CDs und Kassetten.
Kleider und Schuhe, liebevoll präsentiert
Renate Schoch hat die Leitung des HertiLabors inne und geniesst einen Kaffee an der Frühlingssonne.
Diese Bluse von Priska Kötting gefällt mit Bestimmtheit jemand anderem.
Alice Hakim und Abby Ash sortieren gebrauchte Gegenstände. Beide arbeiten ehrenamtlich.
Auch Tanja Fabian und Heike Glupe gehören zum engagierten Helferteam.

