bildeinleitunglegende
Zum 15. Mal lockte der «Nachtwächter» nach Bülach. Dieses Jahr führte der Anlass auch ins Glasi-Quartier. Dort übernahm mit Laura Veneziani erstmals eine Frau die Rolle des Nachtwächters.
Auch Stadträtin Rosa Pfister liess sich den Nachtwächter im Glasi nicht entgehen.
Die Idee hinter dem «Nachtwächter» ist einfach: Das lokale Gewerbe öffnet am Abend seine Türen und zeigt sich einmal von einer anderen Seite. Entstanden ist der Anlass auf Initiative von Dariush Daftarian und Mischa Klaus, gemeinsam mit bülachSTADT als Partnerin. Ziel sei gewesen, das Gewerbe sichtbarer zu machen und die Menschen zusammenzubringen, erklärt Daftarian. Inzwischen fand der Anlass bereits zum 15. Mal statt.
SubtitelTextkoerper1FontSizeResizeableH6
Im Tertianum traf Glasi-Geschichte auf Live Jazz, alte Gläser und originale Werbeplakate inklusive.
Während etwas weiter südöstlich in der Altstadt rund 34 Stationen auf Besucherinnen und Besucher warteten, war der «Nachtwächter» dieses Jahr auch im Glasi-Quartier unterwegs. Rund zehn dort ansässige Betriebe machten mit und hatten sich für den Abend einiges einfallen lassen. Es gab historische Einblicke, Live Jazz, Cocktails aus originalen Bülacher Einmachgläsern und verschiedene Mitmachangebote. Selbst beim Glaceschöpfen wurde mit einem historischen Portionierer ein Stück Vergangenheit lebendig.
SubtitelTextkoerper2FontSizeResizeableH6
Laura Veneziani wusste mit ihren Geschichten aus der Glasi-Zeit zu fesseln.
So wurde aus dem Rundgang durch die Geschichte zugleich eine Entdeckungstour durch das heutige Quartier.
Kurz vor 19 Uhr zeigte sich das Quartier von seiner lebendigen Seite. Kinder spielten draussen, Eltern sassen auf den Bänken, Restaurants waren geöffnet und Menschen schlenderten durch die Quartierstrassen. Auf dem Glasi-Platz beim Denner sammelten sich schliesslich rund 40 Interessierte für die erste Führung.
SubtitelTextkoerper3FontSizeResizeableH6
Rund 560 Wohnungen und 20'000 Quadratmeter Gewerbefläche gehören heute zum Glasi-Quartier.
Mit Laura Veneziani führte erstmals eine Nachtwächterin durch Bülach. Für ihre beiden Rundgänge im Glasi brachte sie einen besonderen Bezug zum Ort mit. Sie begann 1985 ihre Lehre bei der damaligen Glashütte und arbeitet bis heute für Vetropack. Die Geschichte des Areals kennt sie deshalb nicht nur aus Büchern, sondern auch aus eigener Erfahrung.
Premiere für Laura Veneziani
Bei Sourdough Wonders gab es frisches Sauerteigbrot von Preeti Rastogi zu probieren. Sie bietet auch Workshops an.
Unterwegs erzählte sie von der Glashütte, den bekannten grünen Bülacher Einmachgläsern und vom Arbeitsalltag im früheren Werk. Auch im heutigen Quartier ist diese Vergangenheit an vielen Stellen sichtbar. Die Gässchen tragen Namen wie Quarzstrasse, Feldspatstrasse oder Sodastrasse und erinnern damit an Rohstoffe der Glasherstellung. Selbst die Häuser knüpfen an die frühere Glashütte an: Sie tragen Vornamen von Mitarbeitenden des damaligen Betriebs.
SubtitelTextkoerper5FontSizeResizeableH6
Der Bülacher Autojournalist und Influencer Dario Rubortone öffnete seinen Showroom und servierte den Besucherinnen und Besuchern gratis Kaffee.
Die Geschichte reicht weit zurück. 1891 nahm die Glashütte ihren Betrieb auf. Später wurden hier unter anderem Flaschen und die bekannten grünen Einmachgläser hergestellt. Deren Produktion wurde 1972 eingestellt. Die Glasproduktion insgesamt lief jedoch weiter. Erst 2002 wurde mit der Stilllegung des letzten Ofens die Produktion vollständig beendet. Danach begann die schrittweise Umwandlung des Industrieareals in das heutige Stadtquartier.
SubtitelTextkoerper6FontSizeResizeableH6
BildTextkoerper7LegendeFontSizeResizeableP1

Veneziani brachte diesen Wandel während der Führung auf einen einfachen Nenner: «Früher sind Menschen hierhergekommen, um Glas zu machen. Heute kommen die Menschen hierhin, um miteinander zu leben.»
SubtitelTextkoerper7FontSizeResizeableH6
Im Atelier Apricôte ging es auf Zeitreise durch die Modegeschichte, inklusive kleinem Nähprojekt zum Mitnehmen.
Nach der Führung begann der zweite Teil des Abends. Die Besucherinnen und Besucher verteilten sich auf die Betriebe im Quartier. Dabei ging es nicht bloss ums Einkaufen. Vielerorts konnte ausprobiert, entdeckt oder selbst etwas hergestellt werden.
Vom Einmachglas bis zum Lippenbalsam
Nach der Führung war noch lange nicht Schluss. Auch die Gastronomie im Glasi machte beim Nachtwächter Abend mit.
Bei «2ND HAND BY MIRA» gab es Cocktails aus originalen Bülacher Einmachgläsern und ein Quiz. Re-Jewelled schickte die Gäste auf Edelstein-Schnitzeljagd, die Praxis Fleur d’Aloha lud zum Herstellen eines Nachtwächter-Lippenbalsams ein und bei Plenavita Glasi konnte die eigene Kraft gemessen werden. Midori Valley bot Miso-Suppe zum Selberzusammenstellen und eine Sake-Degustation an. Bei Mellato kam schliesslich ein historischer Glaceportionierer zum Einsatz.
SubtitelTextkoerper9FontSizeResizeableH6
BildTextkoerper10LegendeFontSizeResizeableP1

So wurde aus der ersten Nachtwächterführung durchs Glasi mehr als ein Rundgang durch die Vergangenheit. Zwischen neuen Wohnungen, Geschäften und Restaurants wurde sichtbar, wie stark die Geschichte der ehemaligen Glashütte im Quartier noch präsent ist. Oder, wie Veneziani es während der Führung formulierte: «Die alte Glashütte ist nicht einfach begraben worden. Sie ist nur neu geformt.»
SubtitelTextkoerper10FontSizeResizeableH6
BildTextkoerper11LegendeFontSizeResizeableP1

Textkoerper11FontSizeResizeableP1
SubtitelTextkoerper11FontSizeResizeableH6
BildTextkoerper12LegendeFontSizeResizeableP1

Textkoerper12FontSizeResizeableP1
SubtitelTextkoerper12FontSizeResizeableH6
Kontakte und Links
Telefonnummer
Anruf
E-Mail-Adresse
Kommentare
Kommentar erfassen
anchorKommentare
Hilfsfelder Alt-Texte der Bilder
Einst wachte der Nachtwächter über die Stadt. Heute hält er, pardon sie, Geschichten über Bülach lebendig.
Auch Stadträtin Rosa Pfister liess sich den Nachtwächter im Glasi nicht entgehen.
Im Tertianum traf Glasi-Geschichte auf Live Jazz, alte Gläser und originale Werbeplakate inklusive.
Laura Veneziani wusste mit ihren Geschichten aus der Glasi-Zeit zu fesseln.
Rund 560 Wohnungen und 20'000 Quadratmeter Gewerbefläche gehören heute zum Glasi-Quartier.
Bei Sourdough Wonders gab es frisches Sauerteigbrot von Preeti Rastogi zu probieren. Sie bietet auch Workshops an.
Der Bülacher Autojournalist und Influencer Dario Rubortone öffnete seinen Showroom und servierte den Besucherinnen und Besuchern gratis Kaffee.
Im Atelier Apricôte ging es auf Zeitreise durch die Modegeschichte, inklusive kleinem Nähprojekt zum Mitnehmen.
Nach der Führung war noch lange nicht Schluss. Auch die Gastronomie im Glasi machte beim Nachtwächter Abend mit.

